Kopfzeile

257

Traumglück

Im Traum war ich mit einer Sache beschäftigt, an die ich mich leider nicht mehr erinnern
kann. Es war auch nichts was es wert gewesen wäre erinnert zu werden. Es war eine
Tätigkeit wie das abtippen eines Manuskriptes, oder addieren von Tankquittungen. Es
war eine Tätigkeit, die wenn sie gut gemacht werden will die volle Aufmerksamkeit
fordert, nicht aber die volle Liebe. Ich war also in einer guten Arbeitsstimmung und
machte mein Geschäft, wie die Sache es verlangte und so gut ich eben konnte.
Da stellte ich eine Störung fest. Etwas von woanders drohte mir einen Teil meiner
Aufmerksamkeit zu klauen. Etwas das sich an mein Bewusstsein anschlich, wie der
Text des Nachrichtensprechers aus dem Radio, oder das Gefühl einer rutschenden
Socke. Aber es gelang mir dieses Etwas wieder zurückzudrängen und wieder ganz bei
der Sache zu sein.
Es dauerte aber nicht lange, da meldete sich eben diese Störung schon wieder und war
dieses Mal stärker und forderte also mehr meiner Abwehrkräfte, um mich nicht bei der
Arbeit stören zu lassen. Wieder gelang es mir mich gegen das Fremde und
Unpassende durchzusetzen. Der Fluss meines Arbeitens ging ungebremst und mit der
nötigen Aufmerksamkeit weiter.
Da, ein drittes Mal und abermals stärker. Wieder die selbe Störung, von der ich ja noch
nicht einmal wahrgenommen hatte welcher Natur sie war, außer einer, die der Natur
meiner Arbeit zu wieder lief.
Wiederwillig lies ich also dieses störende Gefühl bis zu meinem Bewusstsein durch -
und, stellte zu meinem großen Erstaunen fest, es war das grundlose und doch wie die
Flut ansteigende Gefühl glücklich zu sein. War das möglich? Warum sollte ich glücklich
sein?
Mit einem Seufzer ergab ich mich diesem Gefühl, ließ meine Arbeit fahren und war
glücklich.

 


Daniel Grolle

jpanel suche

youtube

jpanel kalender

Jpanel

Kontakt

Tai Chi Schule Daniel Grolle
Eppendorferweg 64
D-20259 Hamburg

KONTAKTSEITE

Fancy Scroll Top