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Erfahrung im Umgang Autorität des Lehrers

Bei  meinem ersten Treffen mit Daniel war ich gespannt, aufgeregt und etwas unsicher.

Immerhin ist er der Autor eines Buches, nach dem ein ehemaliger Schüler von ihm mich etliche Jahre unterrichtet hat. Ich hatte gerade selbst angefangen zu unterrichten, wollte mir etwas gönnen und fühlte mich sicher genug, der mir nur aus einem Buch bekannten Person zu begegnen.

Das, was ich aus dieser ersten Stunde mitgenommen habe, hat mich beeindruckt. Dieses „ sich bewegen Lassen"  war in dieser Form neu für mich. Plötzlich fühlte ich mich wieder wie ein völliger Anfänger .

 Wenn mir etwas so wichtig ist, dann lerne ich mit allen Sinnen und bin damit auch verletzlich und leicht zu verunsichern. Und in dem Kontakt mit Daniel, der mit dem Taiji so viel Erfahrung hat, treten bei mir alte gelernte Muster und Erfahrungen mit Eltern, Lehrern und anderen als Autoritäten empfundenen Personen auf. So schwankte ich zwischen Freude, einen guten Lehrer getroffen zu haben, und Angst, auf alle möglichen Arten zu versagen.

Nach etlichen Einzelstunden, Taiji- Ausbildung und vielen Auseinandersetzungen mit mir selbst und Daniel ist mir folgendes klarer geworden:  Es ist lohnend, gerade Dinge, die aktuell ein Problem sind, anzusprechen, und es gehört Mut dazu, besonders wenn der Lehrer Teil des Problems ist.  Dazu zählt  meine  immer wieder auftretende Unsicherheit Daniel  gegenüber, dass die Form, wenn Daniel zuschaut, gerade nicht gelingt, dass ich verkrampft bin und mir manchmal der Schweiß auf der Stirn steht. Vor allem aber möchte ich akzeptiert und letztlich auch geliebt werden.

Wesentlich aber war es für mich, in einen  Konflikt mit Daniel zu gehen, von dem ich nicht wusste, wo er endet. In Kauf zu nehmen, dass das Ausfechten dieses Streits  auch das Ende meines  Kontaktes zu Daniel bedeuten könnte, ohne in der Situation eine Alternative zu haben. Und zu erleben, dass beide dies austragen und aushalten können, ohne sich zurückzuziehen.

So ist dieser Kontakt eine Chance, mich mit meinem Verhältnis zu Autoritäten auseinander zusetzen und es ist schließlich auch eine Auseinandersetzung damit, wie ich mit mir selbst umgehe. Autoritäten sind für mich schnell bedrohlich, da sie darüber befinden, wie gut oder wie schlecht ich in einer Sache bin und darüber bestimmt sich mein Wert. In dem Umgang mit Daniel habe ich ein Übungsfeld, einen Partner und einen Lehrer, in dem und mit dem ich diese Sichtweise verändern kann.

So habe ich die Möglichkeit, Erfahrungen als Schüler nochmals neu und bewusster zu erleben und damit auch zu verändern. So lerne ich, meine Wertschätzung mir selbst gegenüber nicht von dem Urteil  eines anderen abhängig zu machen, selbst wenn es mein Lehrer ist.

Frank

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