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Christel Proksch

Christel Proksch

Sie war meine Großtante, meine Lehrerin und mein Vorbild für ein wildes, schönes Leben.

Ohne Christel hätte mein Leben vollständig anders ausgesehen. Das was ich heute meinen Schülern zu geben habe, habe ich von Christel empfangen und entwickle es auf meine Weise fort.
Christel war eine Lebenslehrerin voller Charisma und Feuer. Sie war verliebt in den Augenblick und hat viele Menschen in ihrem Umfeld in diese Liebe mit hinein genommen.
Am 8. Sep 2010 hat sie ihren Körper zurück gelassen.
Es ist schön ihr Schüler zu sein.

Christel Prokschs Mutter war auch die Mutter meiner Großmutter.

Ich war schon als kleines Kind fasziniert von der Lebendigkeit und Weltoffenheit ihrer Familie. Eine die Großfamilie erschütternde Liebesgeschichte von Christel führte sie nach Asien. Sie, damals 50 und ihr Geliebter, damals 18 waren nach Asien geflohen und hatten dort einen ganzen Kontinent für ihre Liebe und das Entdecken der Welt. 

Nach ein paar Jahren kam Christel in ihre Heimat zurück und brachte das Tai Chi mit. Damals war das so fremd und exotisch wie es nur sein konnte.
Christel hatte nur ein paar Monate Zeit gehabt es bei ihrem verehrten "Koch" in Taiwan im Park zu erlernen.
Dieser Koch war ein Schüler Cheng Man Chings gewesen und hatte Christel die Form beigebracht und sie als besondere Anerkennung hier und da auf den Boden geschleudert. Außerdem hatte Christel Chinesisch und Kalegraphie erlernt.
So aufgeladen kam Christel zurück und faszinierte die Menschen in ihrem Umfeld. Studenten, aber auch Anwälte, Ärzte, Psychologen, Kampfkünstler und Künstler drängten sich in ihren Kursen.
Wer zu Ihr kam lernte das Loslassen, ein Gut, das vor 30 Jahren noch sehr neu war. Ihre Schüler waren zu tiefst bewegt von Ihrem Karisma und der seltsamen langsamen Bewegung. Die Leben der Schüler veränderten sich durch dieses "Loslassen".  In ihren Kursen verliebten sich die Menschen, es entstanden Paare, ebenso, wie sich Menschen trauten los zu lassen von erstarrten Verbindungen.

Ich lernte bei ihr, lebte zum Teil bei ihr, reiste mit ihr, unterrichtete und atmete mit ihr den Geist des Entdeckens.
Mit Christel zusammen zu sein bedeutete die Welt als Wunder und Abenteuer zu erleben.
Sie wollte keine Tai Chi Expertin sein, auch wollte sie, als ich das Tai Chi Netzwerk ins Leben rief daran nicht teilnehmen, obwohl sie uns noch den Namen gab. Ich hatte zuvor den umständlichen Titel "Asoziation zur Förderung des Tai Chi" gewählt. 

Ohne Christel wäre mein Leben ganz anders verlaufen und das Tai Chi in Deutschland hätte andere Wege genommen.

Ihr dankbarer Schüler

Christels Tai Chi Buch

Film mit Christel Proksch

"AUS DER MITTE HERAUS"

- Eine Taijiquan-Veteranin erzählt aus ihrem Leben ...hier erhältlich.

Text zu Christel Proksch

"IN MEMORIAM".

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